Umwelt und Nachhaltigkeit

Arbeiten im Umwelt- und Naturschutz

Hintergrund

Arbeiten im Umweltschutz ist in vielerlei Weise möglich.

Manche Menschen suchen neben ihrer beruflichen Tätigkeit sinnvolle ehrenamtliche Beschäftigung. Dabei gemeinsam mit anderen über die natürliche Umwelt etwas zu lernen und für ihren Schutz aktiv zu werden, ist für viele sehr befriedigend.

Andere Mernschen machen den Umwelt- und/oder den Naturschutz zu ihrem Beruf. In Behörden und Ämtern, in Unternehmen und nichtstaatlichen Einrichtungen arbeiteten laut Umweltbundesamt im Jahr 2010 bereits knapp zwei Millionen Beschäftigte im Umweltschutz.

Seit Mitte der 70er Jahre haben sich unterschiedlichste Einrichtungen, Berufsbilder  und Arbeitsfelder entwickelt. Das reicht von wissenschaftlichen Instituten, über Pressemagazine, Umweltbildungsstätten, Umweltverbänden bis zu den vielfältigen Unternehmen der Umwelttechnologien.

Rat und Tat

Eine breite Vielfalt von (Mit-)Arbeitsmöglichkeiten

  • Bio-, Landschaftsstationen in OWL ( Mitarbeit hauptsächlich ehrenamtlich) siehe hierzu Biostationen in NRW
  • Umweltorganisationen (mit wenigen Ausnahmen eher ehrenamtlich) siehe InfoNetzseite Umweltorganisationen
  • Umweltzentren (meist hauptamtliche Verwaltung, projektbezogen ehrenamtliche Mitarbeit): Biologiezentrum BustedtHeerser MühleUmweltzentrum BielefeldNaturpädagogisches Zentrum Schelphof e.V., , Schulbauernhof Ummeln
  • Staatliche Einrichtungen (hauptamtliche Mitarbeit): Die staatlichen Aufgaben im Umweltschutz konzentrieren sich in der gesetzlich verankerten Vorsorge und der Abwehr der Gefahren für unsere Umwelt. So wird insbesonde auf regionaler und lokaler Ebene der Staat beim Schutz von Wasser, Boden, Luft (Klima), belebter Natur und dem menschlichen Leben (Gesundheit) tätig. Daraus abgeleitet haben sich klassische Umweltschutzbereiche in folgenden Themen ergeben: Abfall, Energiegewinnung, Chemiepolitik, Verkehr, Bildung, Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern, wissenschaftliche Forschung, Verbraucherschutz, Kontrollfunktionen wie staatliche Umweltämter etc.
  • Landschaftswacht (ehrenamtliche Mitarbeit): In nahezu allen Kreisen und kreisfreien Städten gibt es eine sog. Landschaftswacht. Diese Arbeit wird ehrenamtlich durchgeführt. In ihrer Freizeit sind LandschaftwächterInnen in Sachen Naturschutz unterwegs. Gerade in einem so dicht besiedelten Land wie Nordrhein-Westfalen erfüllen sie eine sehr wichtige Aufgabe. Sie beobachten Veränderungen, informieren darüber die unteren Landschaftsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte, wirken darauf hin, dass Schäden abgewendet werden. Mit ihrer besonderen Ortskenntnis beobachten die Mitglieder der Landschaftswacht die Entwicklungen in ihrem Dienstbezirk und haben dazu ein besonders Augenmerk auf Baumaßnahmen, Gehölzrodungen und Müllablagerungen oder auf jede andere Art von Eingriffen oder umweltgefährdenden Beeinträchtigungen. Damit stehen sie in direktem Kontakt mit den Menschen, die die Natur nutzen oder sich in ihr erholen.

Umwelt und Natur als Beruf

Jeder der einen Beruf im Umweltschutz ergeifen möchte, muss sich fragen, in welchem Themenbereich er zukünftig tätig werden möchte. Wichtig ist auch die schulische und berufliche Vorbildung. Soll es ein akademischer Beruf sein, muss an Fachhochschulen oder Universitäten studiert werden. Oder soll es ein Ausbildungsberuf sein? Wenn man bereits einen Lehrberuf hat, läßt sich über (berufliche) Weiterbildung ein Ziel ansteuern. Auch in den herkömmlichen Handwerks- oder Dienstleistungsberufen sind Tätigkeiten mit ökologischer Ausrichtung denkbar. Interessant ist auch die ständige Weiterentwicklung des Arbeitsmarktes Umweltschutz. Deshalb sollte man sich immer an entsprechenden Stellen informieren.

Das Bundesamt für Naturschutz bietet einen Lehrgang zum/r Geprüften Natur- und Landschaftspfleger/in (BfN) an. Er führt zum ersten nicht-akademischen Berufsabschluss im Naturschutz. Grundlage der Fortbildung sind Ausbildungsberufe der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft.

Ziel der der Fortbildung ist, Kenntnisse und Fertigkeiten im Aufgabenfeld "Naturschutz und Landschaftspflege" zu erwerben oder auszuweiten, auch sollen sich die beruflichen Aufstiegschancen verbessern. Aufgaben der Natur- und Landschaftspfleger sind:

  • die Betreuung und Überwachung von Großschutzgebieten und Naturschutzgebieten,
  • die Information, Aufklärung und Bildung von Besuchern in Schutzgebieten und der freien Landschaft,
  • die Koordinierung und Durchführung von Landschaftspflegearbeiten und Maßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes.

(vgl.Website des BfN)

 

Weitere Informationen zu Berufen im Umweltbereich unter

Leitfaden "Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit"

 

Mit dem Leitfaden "Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit" liegt eine umfassende Zusammenstellung von Studienangeboten und Forschungseinrichtungen in Deutschland zur nachhaltigen Entwicklung vor.

Portraitiert werden über 300 Studienangebote im Kontext nachhaltiger Entwicklung.

Zusätzlich werden knapp 60 außeruniversitäre und 130 universitäre Forschungseinrichtungen präsentiert, die ihre Forschung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ausrichten.

Näheres hier

Studienführer im Bereich Regenerativer Energien & Energieeffizienz

www.studygreenenergy.org

Berufung auf Zeit

  • Informationen zum Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) finden Sie auf unserer Seite Freiwilliges ökologisches Jahr
  • Praktikum für die Umwelt:
    50 Praktikumsplätze (freie Unterkunft plus 255 Euro pro Monat) in deutschen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten stehen jedes Jahr für Studierende aller Fachrichtungen zur Verfügung. Auskunft und Bewerbung unter:
    www.praktikum-fuer-die-umwelt.de
  • FairJobbing
    FairJobbing ist Jobtraining im Fairen Handel - in Weltläden und bei Partnerunternehmen, für faire Chancen auf der ganzen Welt 
    www.fairjobbing.net

Berufe in Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz. Wegweiser für Mädchen und Frauen

"Auch wenn in einigen Bereichen, in denen männliche Mitarbeiter dominieren, noch etwas Pionierarbeit erforderlich ist und Vorbilder für weibliche Karrierewege eher rar sind, sollten junge Frauen einen Blick auf diese Berufe und Ausbildungen werfen.

Sei es als Umweltwissenschaftlerin mit Hochschulabschluss, als Ingenieurin für Umwelttechnik oder Forstwirtschaft, mit einem Ausbildungsberuf als Gärtnerin, zur Binnenschifferin oder mit einer Weiterbildung zur Energieberaterin: Überall dort ist auch weibliches Können gefragt. Die verschiedenen Tätigkeiten bieten Mädchen und jungen Frauen interessante Kombinationen von Theorie und Praxis und lassen Raum für eigene Ideen und Innovationen.

Die Broschüre beschreibt eine kleine Auswahl von Berufen aus den vielfältigen Arbeitsbereichen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und gibt Ausbildungstipps und Adresshinweise."

- Umweltminister Remmel im Vorwort

Sie ist kostenlos zu beziehen beim NRW-Umweltministerium, 40190 Düsseldorf

Als Download unter:
www.umwelt.nrw.de/berufe

Stellensuche

EnergieJobs. NRW

Energiejobs.NRW ist ein Projekt zur Studien- und Berufsorientierung im Themenfeld Energie. Es bietet Schülerinen und Schülern die Möglichkeit sich über Berufe im Energiesektor und entsprechende Studienangebote in NRW zu informieren. Auf dem Portal stellen sich Hochschulen und Unternehmen vor; Praktikumsmöglichkeiten, Besichtungungen und mehr findet sich hier.

www.energiejobs.nrw.de

Aus Ostwestfalen-Lippe

Unternehmensführer Erneuerbare Energien

Der "Unternehmensführer Erneuerbare Energien" informiert interessierte Schülerinnen und Schüler in Ostwestfalen-Lippe über die Berufe und Unternehmen im Bereich der Zukunftsenergien in ihrer Region.

Er wurde von "Energie Impuls OWL" zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Bielefeld und dem Kreis Gütersloh erstellt.

Enthalten sind zum einen Informationen zu Erneuerbaren Energien, Berufen und Studienmöglichkeiten. Ein wesentlicher Bestandteil des "Unternehmensführers Erneuerbare Energien" sind aber die Ostwestfälischen Unternehmen. In den von den Schüler/innen geführten Interviews mit Geschäftsführern, Abteilungsleitern und Personalverantwortlichen wurden Berufsprofile, schulische und persönliche Voraussetzungen, Entwicklungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete festgehalten und alle Unternehmen mit einem Kurzprofil versehen. 

Unternehmensfuehrer_EE.pdf

"Vertiefte Berufsorientierung" in Bielefeld und dem Kreis Gütersloh

Möglichkeiten und berufliche Chancen im Bereich der Zukunftsenergien, Berufsorientierung bieten

www.meine-energie-hat-zukunft.de

Natur- und Landschaftsführer

In der Region Teutoburger Wald und wird seit 2006 eine Ausbildung zum Natur-und Landschaftsführer angeboten. Themen der Ausbildung sind u.a. Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Touristik, Jagd und Umweltbildung. In 70 Unterrichtsstunden lernen die "Schüler" Themen aufzubereiten, mit Gruppen zu arbeiten, Exkursionen zu planen und die Besonderheiten der Landschaft aufzugreifen. Träger der Ausbildung, die mit einem Zertifikat abschließt, sind die Naturschutzakademie NRW, der sog. "Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald" und die Biostation Senne mit Hilfe der Stiftung Euronatur.

Näheres bei www.biostation-senne.de.

Bildnachweis

Begehung im Wald: © Bilderdatenbank des Bundesumweltministerium/ Brigitte Hiss

Arbeiten an einer Solaranlage: © Stadtwerke Bielefeld. Fotografin: Susanne Freitag

Umwelt erklären: www.oekolandbau.de © BLE, Bonn/ Thomas Stephan

Weiterführende Infos

Ansprechpartner für ehrenamtliche Mitarbeit sind meist die Umweltorganisationen und bei der oben beschriebenen Landschaftswacht die unteren Landschaftsbehörden in den Kreisen oder kreisfreien Städten. Da in den Umweltverbänden viel Sachverstand zu den Themen vorhanden ist, kann dort auch nachgefragt werden, wenn es um die Arbeitsmöglichkeiten im Berufsfeld Umweltschutz geht.

Für die berufliche Orientierung sollten besonders die Arbeitsämter gefordert werden. In den "Blättern zur Berufskunde" sind Berufsfelder gut zusammengestellt ("Berufe im Umweltschutz "). Sie sind in allen Berufsinformationszentren der Arbeitsämter einsehbar oder kostenlos zu beziehen.

  • Umweltbundesamt (2014). Beschäftigungswirkungen des Umweltschutzes in Deutschland im Jahr 2010. Kostenlos als Download unter:
    uba-info-medien
  • Umweltministrium NRW (2010). Berufe in Umwelt-, Natur und Verbraucherschutz. Ein Wegweiser für Mädchen und Frauen. Wissenswertes zur Berufswahl. Kostenlos zu bestellen unter www.umwelt.nrw.de/publikationen und als Download unter:
    www.umwelt.nrw.de
  • Frank, M./ Kopitzke, O./ Seidl, F. (2010). Jobben für Natur und Umwelt - Europa und Übersee. Adressen, Tipps, Erfahrungsberichte. Freiburg. Interconnections Verlag.
  • Bundesumweltministerium (2010). Erneuerbar beschäftigt! Kurz- und langfristige Arbeitsplatzwirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland. Kostenlos zu bestellen unter:
    www.bmu.de
  • De Haan, G. (2007). Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit. W.Bertelsmann Verlag. Gütersloh.

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