Umwelt und Nachhaltigkeit

Windenergie

Hintergrund

"Die Nutzung des Windes als Antriebsenergie hat eine lange Tradition. Windmühlen wurden zum Mahlen von Getreide oder als Säge- und Ölmühle eingesetzt. Moderne Windenergieanlagen gewinnen Strom aus der Kraft des Windes. Sie nutzen den Auftrieb, den der Wind beim Vorbeiströmen an den Rotorblättern erzeugt.

Die Stromerzeugung aus Windkraft hat innerhalb weniger Jahre stark zugenommen. Die in Deutschland installierten Windenergieanlagen produzierten 2013 etwa 53,4 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit deckt die Windenergie heute 8,9 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Sie liefert den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien."

www.unendlich-viel-energie.de/windenergie

Rat und Tat

Informationen rund um Wind und Windkraft

Der Bundesverband Windenergie bietet Ihnen mit seinem Portal www.wind-energie.de viele Fakten und Grundlagen zur Energiegewinnung durch Wind.

Sehr detailliert informieren können Sie sich auch auf den Seiten des Deutschen Naturschutzrings "Windkraft im Visier" 

www.wind-ist-kraft.de/windkraft-a-z

Wissenswertes über Windenergieanlagen

Wer sich mit der Planung einer Windenergieanlage beschäftigt, findet sich zunächst in einem Dschungel aus behördlichen, umweltrelevanten und juristischen Anforderungen wieder. Dass dieser Prozess von der Konzeption bis zur Umsetzung einer Windenergieanlage so kompliziert gar nicht ist, zeigt die Broschüre „Wissenswertes über Windenergie“ der EnergieAgentur.NRW. Die Publikation verschafft den Bürgern und Bürgerinnen einen hilfreichen Überblick über die gesamte Konzeption, Planung und Realisation einer Windenergieanlage.

Kostenlos zu bestellen und als Download unter www.energieagentur.nrw

Rechtliche Grundlagen

Das Portal "Erneuerbare Energien" des Umweltministeriums beschreibt wichtige gesetzliche Regelungen für den Bereich der Windenergie.

www.erneuerbare-energien.de/windenergie/gesetzliche-regelungen

Windenergieerlass für NRW

Die Landesregierung will den Anteil der Windenergienutzung an der Stromerzeugung bis zum Jahre 2020 auf 15 Prozent anheben. Der neue Erlass baut Hürden für die Planung ab und starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen weg.

Weitere Informationen unter 
www.umwelt.nrw.de/windenergie

WindPlanung.Navi

"Der WindPlanung.Navi, der im Auftrag des Klimaschutzministeriums des Landes NRW erstellt worden ist, richtet sich mit seinen umfangreichen Informationen und Erläuterungen zum Windenergieausbau insbesondere an die betroffenen Bürger, aber auch an die planenden Städte und Gemeinden. Hiermit sollen die Bürger in die Lage versetzt werden, sich einen Überblick über diesen anspruchsvollen Prozess zu machen, um die Vorgänge rund um das Entstehen einer Windkraftanlage besser nachvollziehen und einordnen zu können. Der WindPlanung.Navi unterteilt den Planungs- und Genehmigungsprozesses von Windenergieanlagen in die Phasen „Potenzialflächenanalyse“, „Flächennutzungsplan-„ sowie „Genehmigungsverfahren“ auf. Er gibt Hinweise, wie und an welchen Stellen Bürger oder Behörden auf die Prozesse Einfluss nehmen können."

Quelle und weitere Informationen 
www.windplanung-navi.de

Förder.navi

Maßnahmen zur Anwendung Erneuerbarer Energien werden vom Land NRW oder dem Bund gefördert. 

Förder.navi

Offshore-Windparks, Stromernte im Meer

"Offshore-Windenergieerzeugung meint die Stromerzeugung aus Windenergie auf dem Meer. Die hohen durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten auf dem Meer versprechen enorme Energiepotenziale, jedoch sind die technischen Herausforderungen und die Kosten für die Errichtung von Offshore-Anlagen größer als die für Anlagen an Land. Nach den Planungen der Bundesregierung soll der Strom aus Offshore-Windenergieanlagen zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Offshore-Windparks stehen bereits in Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden, 2010 wurde der erste deutsche Offshore-Windpark an das Netz angeschlossen."

www.wind-ist-kraft.de/windkraft-a-z

Windenergie an Land: mehr Potenzial als benötigt

"In Deutschland bieten sich mehr Möglichkeiten für die Windenergie an Land als bisher angenommen. Bis zu 13,8 Prozent der deutschen Landesfläche lassen sich auf der Basis der getroffenen Annahmen und modernster Anlagen nach einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) für die Windenergie nutzen ohne sensible Schutzgebiete erheblich zu beeinträchtigen oder Abstriche beim gesetzlichen Lärmschutz zu machen. Theoretisch ließe sich auf dieser Fläche eine Strommenge erzeugen, die den in bisherigen Szenarien angenommen Bedarf an landseitiger Windenergie übersteigt.

Das zeigt: Grundsätzlich ist für den Ausbau der Windenergie an Land mehr Platz vorhanden als wir praktisch brauchen, selbst dann, wenn man innerhalb des Erneuerbaren-Energiemixes den Anteil der Windenergie an Land vergrößert.(...) Die Ergebnisse stellen die Windkraft auf See und deren weitere Förderung nicht in Frage. Bis zur Mitte des Jahrhunderts müsse aber darüber nachgedacht werden, in welcher Größenordnung der Ausbau der Windkraft auf See erfolgen soll."

So das Umweltbundesamt in seiner Pressemitteilung (25/2013) zur Studie Potenziale der Windenergie an Land - Studie zur Ermittlung des bundesweiten Flächen und Leistungspotentials der Windenergienutzung an Land.

Eine weitere Untersuchung des UBA verdeutlicht, wie entscheidend der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung für das Potenzial der Windenergie ist. Die Analyse vertieft die im Jahr 2013 veröffentlichte Studie (s.o.) des UBA zu den bundesweiten Leistungsmöglichkeiten der Windenergie an Land.

„Die Bundesländer sollten nicht den Fehler machen, durch überzogene Abstandsregeln den Ausbau der Windenergie als wichtige Säule der Energiewende zu gefährden. Verbindliche Mindestabstände zur Wohnbebauung schränken den Spielraum der Regionen und Kommunen schnell zu stark ein.“

So die UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Quelle und Weitere Informationen: Umweltbundesamt, Presseinformation 46/2014
Einfluss des Abstands zwischen Windenergieanlagen und Wohnbauflächen auf das Potenzial der Windenergie an Land

Windenergie und Naturschutz

Gegner der Windenergie führen u.a. Naturschutzargumente an, insbesondere wird der Vogelschutz genannt.

Dazu der Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND:

"Bei der Umweltbewertung der Windenergie hat sich gezeigt, dass bis auf wenige besondere Orte und wenige besonders gefährdete Vogelarten die Konflikte mit dem Vogelschutz sehr gering sind. Der BUND hat sich in seiner Position Windenergie klar für den Ausbau der Stromproduktion aus Windenergie ausgesprochen und Anforderungen formuliert, wie bei diesem Ausbau der Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt werden soll."

BUND (2011). Für einen natur- und umweltfreundlichen Ausbau der Windenergie. Positionspapier.

www.bund.net/position_windenergie.pdf

Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz

Das Gemeinschaftsprojekt vom Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND und dem Naturschutzbund NABU zielt auf eine konstruktive Unterstützung der Energiewende - speziell des Ausbaus der Windenergie - ab. Um den Ausbau naturverträglich zu ermöglichen, bietet das Dialogforum allen Beteiligten Beratungen, Schulungen und Informationsmaterial. 

dialogforum-erneuerbare-energien

Beide Naturschutzverbände  zeigen in einer neuen Veröffentlichung, dass Windenergie grundsätzlich mit Artenschutz vereinbar ist. Durch angepasste Maßnahmen kann die Windenergie naturverträglich ausgebaut werden.

Praxisbeispiele Windenergie & Artenschutz. Erfolgreiche, Erfolg versprechende & innovative Ansätze

Repowering - Austausch von alten Windenergieanlagen

"Unter Repowering versteht man den Austausch von älteren kleineren Windenergieanlagen der ersten Generationen, wie sie vor allem in den 1990er Jahren errichtet worden sind, durch moderne leistungsstärkere Anlagen mit modernen Turbinen der Multimegawatt-Klasse.

Die neuen Anlagen arbeiten nicht nur energieeffizienter, sondern können auch wesentlich besser in das elektrische Netz eingebunden werden. Alte, verstreute Einzelanlagen, insbesondere in der Nähe von Ortschaften, werden im Zuge des Repowering zusammengefasst. Durch eine bessere Standortwahl können so die Umwelteinwirkungen auf Mensch und Natur vermindert werden. Zudem nutzen die modernen Windräder eine wesentlich geringere Drehzahl als ihre Vorgänger, was von Menschen als optisch angenehmer empfunden wird."

www.wind-ist-kraft.de/windkraft-a-z

Repowering-InfoBörse

Diese Einrichtung informiert bundesweit Gemeinden und Landkreise über den Austausch alter Windenergieanlagen durch leistungsstärkere Neuanlagen im kommunalen Planungsgebiet. 

www.repowering-kommunal.de

Kleinwindanlagen

Immer häufiger installieren Privatleute Kleinwindanlagen auf ihren Grundstücken, Dächern oder Booten. Zwar ist die Stromausbeute meist eher gering (je nach Standort und örtlichen Gegebenheiten) dennoch tragen auch diese Anlagen dazu bei, immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Was sind Kleinwindanlagen, was leisten sie, welche Genehmigungen sind nötig? Informieren Sie sich unter www.kleinwindanlagen.de oder unter www.klein-windkraftanlagen.com

Seit 2014 gilt auch in NRW die Meldepflicht für Kleinwindenergieanlagen: Eintragung ins Anlagenregister. Weitere Informationen unter www.energieagentur.nrw.de/kleinwindanlagen

Bürgerenergieanlagen

Bürgerenergieanlagen sind Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, die von mehreren Bürgern gemeinsam finanziert oder betrieben werden.

Oft werden Bürger Miteigentümer einer Anlage zur Nutzung erneuerbarer Energien und sie treten als Produzenten von Strom und Wärme auf sie produzieren mit. In anderen Fällen übernehmen Bürger nicht die Rolle eines Mitunternehmers sondern die des Kapitalgebers unter der Federführung einer anderen Organisation, sie finanzieren mit! So können Bürger mit wenig Aufwand an dem wirtschaftlichen Erfolg von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien teilhaben. Dabei stellen sie entweder dem Anlagenbetreiber direkt Geld zu Verfügung oder es wird ein Finanzinstitut zwischengeschaltet.

Es gibt bereits viele erfolgreiche Bürgerenergieanlagen, in unterschiedlichster Form. Meist sind sie regional verwurzelt.

Die EnergieAgentur.NRW bietet mit ihrer „Plattform Bürgerenergie & Energiegenossenschaften" ein Unterstützungsangebot. Hier bekommen Interessierte kostenlose Beratung und Informationen. Die Plattform will vor allem eine stärkere Vernetzung fördern, damit auch in Zukunft erfolgreich Projekte umgesetzt werden können und eine breite Bürgerbeteiligung an der Energiewende möglich bleibt.

Aus Ostwestfalen-Lippe

Rheda-Wiedenbrücker Energiegenossenschaft

Bürger und Bürgerinnen aus Rheda-­Wiedenbrück, wollen eine Bürgerenergiegenossenschaft gründen, um erneuerbare Energien zu fördern und die Menschen dieser Stadt daran zu beteiligen.

www.rhewie-eg.de

Windpark Asseln, Kreis Paderborn - Windpark in Bürgerhand

Der Windpark Asseln bei Lichtenau war zur Zeit seiner Fertigstellung (1997) einer der größten Binnenwindparks in Europa. 62 Windräder, mit 60 bis 75 Metern Höhe. produzieren zusammen 65 Millionen Kilowattstunden Strom, der jährlich 16.250 Haushalte versorgt.

18 Anlagen, mit Leistungen zwischen 200 und 1500 Kilowatt, befinden sich im Eigentum örtlicher Bürger. 
www.energieagentur.nrw.de/buergerenergie

Windanlagen der Stadtwerke Bielefeld

Windkraftanlagen sind zu wichtigen Bausteinen im Energiekonzept der Stadtwerke Bielefeld geworden. Durch Windkraftanlagen werden über 14.000 Haushalte bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 2800 Kilowattstunden Strom pro Jahr (kWh/a) klimafreundlich mit Strom versorgt.  

www.stadtwerke-bielefeld.de

Bildnachweis

Windkraftanlage in Bremerhaven: © Christoph Edelhoff / Bundesumweltministerium

Windpark: © H.-G. Oed / Bundesumweltministerium

Windräder bei Friedrichsdorf: © Stadtwerke Bielefeld/ Fotograf: Christian Ring

Weiterführende Infos

Netzwerk Windenergie NRW

Anfang 2009 wurde bei der EnergieAgentur.NRW von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen das Netzwerk Windenergie eingerichtet, um den Ausbau der Windenergie in NRW und die Windbranche in NRW durch eine bessere Vernetzung zu fördern. 

das-netzwerk-windkraft-nrw

Bundesverband Windenergie
  • Landesbüro NRW
    Corneliusstraße 18
    40215 Düsseldorf
    Tel: 0211-15961395
    Fax:0211-23921272
    j.dobertin@bwe-regional.de
    www.wind-energie.de
  • Regionalverband Paderborn-Höxter-Lippe
    Reinhard Korfmacher
    Sanderbruchstr. 10
    33106 Paderborn
    Fax: 05254 / 952729
    r.korfmacher@bwe-regional.de
Bildungsmaterialien und mehr

Die EnergieAgentur.NRW unterstützt Lehrer und Erzieher ein energie- und ressourcenbewusstes Verhalten zu vermitteln. Zudem berät sie Schulen und Schulträger bei Energiesparvorhaben und dem Einsatz von erneuerbaren Energien.

Ausstellungen, Materialien, Projekte, Wettbewerbe finden sich im Angebot der Agentur. 
www.energieagentur.nrw.de/energie-in-schulen-und-kindergaerten

 

Strotdrees, G./Cavelius, G. (2003). Was dreht sich da in Wind und Wasser? Energie aus der Natur. Landwirtschaftsverlag. Münster

  • Energieagentur.NRW (2014). Wissenswertes über Windenergie. Fakten zur Nutzung von Wind als Stromquelle in NRW. Kostenlos zu bestellen oder als Download unter: energieagentur/-windenergie-in-nrw-2014
  • Bartosch,U. /Hennicke,P./ Weiger, H. (Hrsg.). (2014). Gemeinschaftsprojekt Energiewende. Der Fahrplan zum Erfolg. München. oekom Verlag.
  • Umweltbundesamt (2013). Potenzial der Windenergie an Land. Studie zur Ermittlung des bundesweiten Flächen- und Leistungspotenzials der Windenergienutzung an Land. Als Download unter: www.umweltbundesamt.de//potenzial-windenergie-an-land
  • Heier, S. (2012). Nutzung der Windenergie. Stuttgart. Fraunhofer Irb Verlag.
  • Bundesumweltministerium (2012). Erneuerbare Energien, Fragen und Antworten. Kostenlos zu bestellen und als Download unter www.erneuerbare-energien.de/mediathek
  • Energieagentur NRW (2011). Windenergie im Aufwind. Kompetenz aus der Energieregion NRW. Zu bestellen und als Download unter www.energieagentur.nrw.de/_infopool
  • Bund für Umwelt und Naturschutz (2011). Für einen natur- und umweltfreundlichen Ausbau der Windenergie. Positionspapier.
    www.bund.net/position_windenergie.pdf
  • Alt, F./ Scheer, H.(Hg.)(2007). Wind des Wandels. Bochum. Ponte Press Verlag.

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