Umwelt und Nachhaltigkeit

Stillen - Muttermilch

Hintergrund

Das Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Kind.

Die Muttermilch ist die beste und gesündeste Nahrung für einen Säugling. Sie ist besonders verträglich für den unreifen Magendarmtrakt des Babys und enthält genau die Nährstoffzusammensetzung, die das Kind braucht. Sie enthält die von der Mutter gebildeten Abwehrstoffe und fördert eine gesunde Entwicklung. Gestillte Säuglinge erkranken im ersten Lebensjahr seltener an Infektionen. Auch auf das Allergierisiko scheint Stillen einen positiven Einfluss zu haben.

Muttermilch ist die preiswerteste Variante einen Säugling zu versorgen, sie ist immer hygienisch einwandfrei, richtig temperiert und verfügbar.

Umweltfreundlich ist das Stillen, weil die rohstoff- und energieintensive Herstellung, der Transport und die Verpackung künstlich hergestellter Säuglingsnahrung überflüssig werden.

Darüber hinaus fördert Stillen die Gesundheit der Mutter. Es verbraucht Energie, daher nehmen stillende Mütter nach der Geburt schneller wieder ab. Zudem wird die Rückbildung der Gebärmutter gefördert.

Ebenso wichtig wie die physische Komponente ist die psychische: Stillen fördert die Mutter-Kind-Bindung, durch den engen körperlichen Kontakt werden auch die Bedürfnisse des Kindes nach Nähe und Zuwendung gestillt.

 

Auf die besonderen Vorteile der Muttermilch für das Kind weist auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte auf seiner Internetseite hin:

www.kinderaerzte-im-netz.de

Rat und Tat

Stillempfehlungen

der nationalen Stillkommission sind kostenlos, in verschiedenen Sprachen erhältlich bei der:

Geschäftsstelle der Nationalen Stillkommission

Bundesinstitut für Risikobewertung

Postfach 126942,

10609 Berlin

E-Mail:Stillkommission@bfr.bund.de

Als Download unter www.bfr.bund.de/stillempfehlungen

Hebammen beraten und unterstützen Sie

Falls Sie unsicher sind ob Sie stillen können, wollen oder wie Sie das Stillen mit der Berufstätigkeit in Einklang bringen können: Ihre Hebamme wird Sie bei Fragen unterstützen. Adressen von Hebammen in Ihrer Nähe finden Sie unten in der Rubrik "Ansprechpartner" und unter "Links".

Schadstoffe in der Muttermilch

Der Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND, hat erstmals sämtliche Ergebnisse von Muttermilchuntersuchungen der vergangenen Jahre in einer Studie zusammengefasst. Dabei wurde festgestellt, dass zwar die Belastungen mit DDT, Dioxinen und PCB wegen inzwischen greifender Verbote und Regelungen zum Teil deutlich zurückgegangen sind, dafür aber immer mehr neue gefährliche Stoffe (Weichmacher, Flammschutzmittel, Duftstoffe) auftauchen.

Fazit des BUND:

Wir raten nicht vom Stillen ab, sondern wollen, dass die Belastungen schnell und effektiv minimiert werden.

www.bund.net/schadstoffe_muttermilch_studie.pdf

Muttermilch untersuchen lassen

Frauen, die ihre Milch untersuchen lassen wollen, können sich an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.

Bildnachweis

Stillaufkleber: www.stillaufkleber.de

Säugling: © Christof Trischler

Weiterführende Infos

  • Stillempfehlungen der nationalen Stillkommission sind kostenlos in verschiedenen Sprachen erhältlich bei der Geschäftsstelle der Nationalen Stillkommission
    Bundesinstitut für Risikobewertung
    Postfach 126942,
    10609 Berlin
    E-Mail: Stillkommission@bfr.bund.de
    Als Download unter www.bfr.bund.de/stillempfehlungen
  • Hormann, E./Guóth-Gumberger, M. (2014). Stillen. München: Gräfe & Unzer.
  • Lothrop, H.(2009). Das Stillbuch. München: Kösel-Verlag.
  • Weigert, V. (2005). Das kleine Stillbuch. München: Kösel-Verlag.
  • Bund für Umwelt und Naturschutz, BUND, (2005). Endstation Mensch. Über 300 Schadstoffe in der Muttermilch. Zeit für eine neue Chemikalienpolitik
    www.bund.net/schadstoffe_muttermilch_studie.pdf

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