Umwelt und Nachhaltigkeit

ICE-Trasse in OWL. Bürger wollen mitreden

ICE-Trasse in OWL. Bürger wollen mitreden

Vor einem Jahr veröffentlichte die Deutsche Bahn ihre Planung der Strecke zwischen Bielefeld und Hannover, mit der die Fahrtzeit auf 31 Minuten reduziert werden soll. Gleichzeitig organisieren Bürger, Verbände, politische Parteien und Kommunen entlang der Strecke zwischen Bielefeld und Hannover den Widerstand. Am 20.01.2022 wurde eine Studie von der Bürgerinitiative Widuland vorgestellt, wie die Strecke  - kostengünstiger und umweltfreundlicher auf 41 Minuten beschleunigt werden kann. Dabei würde eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h (Bahn: 300 km/h) angenommen. Allein der Energieverbrauch ist im Vergeich mit der Bahnvariante um bis zu 36% geringer.
In Zeiten des Klimawandels ist auch die Bahn aufgefordert, die Planungsgrundsätze für den Schienenverkehr als Anbieter eines Massenverkehrsmittel zu überdenken. Verkehrsplaner, die das Klimaziel 1,5 Grad ernst nehmen, fordern ein Umsteuern mit den Planungsvorgaben: Durchschnittsgeschwindigkeit 120 km/h, Maximaltempo 200 km/h, Halbstundentakt im Fernverkehr auf den Hauptachsen im 10-Minuten-Takt. Dadurch würden Mittel frei und ländliche Gebiete könnten besser versorgt werden.
"Für die Bahnkunden heißt das: Die Züge fahren dann zwar langsamer, aber man kommt schneller am Ziel an", sagt Monheim, Chef eines Raumplanungsinstituts und emeritierter Professor der Universität Trier auf den Internetseiten der klimareporter.de.